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Ausstellungen im Gemeindehaus

Hans-Peter Ege und Heinz Schmid

Pfaffhausen, Benglen

26. Oktober 2018 bis 8. März 2019

“Retrospektiven”

Beide Künstler zeigen Werke aus verschiedenen Zeitabschnitten. Konstruktive Bilder und Drucke von Hans-Peter Ege und dreidimensionale Objekte und Installationen von Heinz Schmid.

Bilder einer Ausstellung

Hans-Peter Ege (1940) interessierte sich seit dem Beginn seiner Ausbildung für Kunst. Schon während der Schulzeit waren Zeichnen und Gestalten seine grosse Leidenschaft. Er besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste ZHdK) und machte eine Lehre als Werbegrafiker. In dieser Zeit begann er mit freier und abstrakter Malerei. Er beteiligte sich an diversen regionalen, jurierten und unjurierten Ausstellungen, z.B. an der Jahresausstellung «Zürcher Künstler». Ab Ende der 70er Jahren begann er neben seinem «Brotberuf» Werke als konkret-konstruktiver Künstler zu realisieren. Diese von ihm verwendete Bildsprache hat ihren Ursprung in den 20er Jahren – nämlich der Bauhaus-Zeit. In der Schweiz sind die bekanntesten Vertreter dieser Kunstgattung die «Zürcher Konkreten», namentlich Max
Bill, Gottfried Honegger, Richard P. Lohse, Verena Löwensberg und viele andere. Diese Art der Malerei und Gestaltung lernte er während seiner Ausbildung durch seine Lehrer kennen, welche damals am Bauhaus dozierten oder ausgebildet wurden. Er versuchte aber immer neue formale Ideen zu finden unter Verwendung elementarer Bildmittel wie Grundfarben und geometrische Formen, sozusagen als Vertreter der «dritten Generation».

Beruflich wirkte Heinz Schmid (1947) als selbständiger Bauingenieur auf den Gebieten Verkehrsplanung und Strassenbau. Seit rund 40 Jahren ist er auch künstlerisch tätig. Er besuchte verschiedene Semesterkurse an der Hochschule für Künste. Prägend für ihn war die Ausbildung in Modellieren und Steinhauen bei Cesare Ferronato. Anfänglich entstanden Werke mit freien, intuitiven Formen. Im Laufe der Zeit wurden die Arbeiten immer klarer und einfacher. Vielfach bauen sie auf mathematischen Grundlagen auf. Die Formensprache ist auf das Minimum reduziert. Trotzdem soll klar ersichtlich sein, was die Figur darstellt und was sie ausdrückt. Heinz Schmid ist bestrebt, mit einfachen Formen aussagekräftige Werke zu entwickeln, die sich poetisch präsentieren. Neben seinem konkreten Schaffen realisiert er oft Installationen im Freien. Dabei lässt er sich vom jeweiligen Ort inspirieren oder er sucht eine geeignete Stelle in der Natur um eine Idee zu verwirklichen. Besonders reizvoll ist, wenn seine Objekte mit den Kräften der Natur, dem Wind oder dem Wasser zu spielen beginnen. Mehrere von seinen Installationen konnte er an Ausstellungen zeigen.
www.heinzschmid.com